Evaluation von Fakultäten und Zentren

Die Fakultäten und Zentren der Universität Wien werden gemäß Satzung Qualitätssicherung regelmäßig, jedenfalls alle sieben Jahre evaluiert.

Die Evaluationen sind als umfassende Evaluationen angelegt, d.h., die Leistungsbereiche Forschung, Lehre und Administration werden gemeinsam betrachtet. Ziele der Evaluierung sind:

  • die Identifikation von Stärken und Schwächen
  • die Unterstützung der Ziel- und Strategiefindung
  • die Generierung von Maßnahmen zur Optimierung und Sicherung der Qualität

Die Evaluationen folgen dem Modell der „Informed Peer Review“ und werden als mehrstufige Verfahren durchgeführt:

 

1. Vorbereitung

2. Selbstevaluation

3. Peerevaluation

4. Umsetzung

Vorgespräche zu

Fokusthemen, Zeitablauf

 

Peer-Auswahl

Fakultätsinterne Befassung mit den Fokusthemen

 

SWOT-Analyse

 

Quantitative Daten

Vor-Ort-Besuch der Peers: Gespräche mit Fakultätsleitung, ForscherInnen, wiss. Nachwuchs, Studierenden

Umsetzungs-gespräch

Evaluationskonzept

Selbstevaluations-bericht, Studierendenbericht

Peerbericht,

Stellungnahme

Umsetzungs-vereinbarung

 

1.      Vorbereitung

In Abstimmung zwischen Fakultäts- bzw. Zentrumsleitung, Rektorat und BEfQS werden Einzelheiten des Evaluationsverfahrens konkretisiert. In einem Gespräch zwischen dem Rektorat und der Fakultäts- bzw. Zentrumsleitung werden Fokusthemen vereinbart, denen in der Evaluation besondere Bedeutung zukommt.

Auch die Kriterien für die Auswahl der Peers werden abgestimmt, Vorschläge gesammelt und mit evaluierter Einrichtung und Rektorat abgestimmt. Je nach Bedarf und fachbezogener Möglichkeit werden spezifische Maßnahmen vereinbart, z.B. die Durchführung einer bibliometrischen Analyse oder von Gruppengesprächen. Ergebnis dieser Phase ist das Evaluationskonzept, das die vereinbarten Eckpunkte für das weitere Verfahren festhält.

 

2.      Selbstevaluation

In den Prozess der Selbstevaluation sollen die Angehörigen möglichst breit und transparent einbezogen werden. Zum Auftakt präsentieren Qualitätssicherung und Fakultäts- bzw. Zentrumsleitung gemeinsam die im Konzept getroffenen inhaltlichen (insb. Fokusthemen) sowie organisatorischen Festlegungen (z.B. Termine, Verantwortlichkeiten, Peers).

Die BEfQS stellt eine Handreichung zur Durchführung der Selbstevaluation sowie einen Leitfaden für den Selbstevaluationsbericht zur Verfügung und unterstützt Fakultät bzw. Zentrum durch die Bereitstellung statistischer Daten. Nach Absprache mit der Einrichtung können spezifische Befragungen oder Publikationsanalysen (in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe Szientometrie) durchgeführt werden.

Verantwortlich für den Prozess der Selbstevaluation und die Erstellung des Selbstevaluationsberichts sind Fakultäts- bzw. Zentrumsleitung. In den Selbstevaluationsprozess soll auch das Scientific Advisory Board einbezogen werden (in der Regel zur Beratung einer Erstfassung des Selbstevaluationsberichts, ggf. auch zur Findung von Fokusthemen).

Ergebnis der Selbstevaluation ist der Selbstevaluationsbericht, der mit weiteren Anlagen (Datenbericht, Auszug Entwicklungsplan, Peerbericht der vorigen Evaluation) als Grundlage der Evaluation dient.

Einbindung von Studierenden: Studierende sind ebenfalls in die Selbstevaluation eingebunden. Studierendenvertreter und interessierte Studierende sind explizit in die Auftaktpräsentation (s.o.) eingeladen und die Fakultäten und Zentren sind gehalten, Studierende in den Prozess der Selbstevaluation einzubeziehen. Die Studierendenvertretungen werden gebeten, einen eigenständigen Bericht zu verfassen. Dieser Studierendenbericht ergeht zusammen mit dem Selbstevaluationsbericht der Fakultät bzw. des Zentrums an die Peers als Grundlage für deren Vor-Ort-Besuch.

Die Qualitätssicherung spricht die Studierendenvertretungen aller im jeweiligen Jahr evaluierten Fakultäten und Zentren an und lädt zu einer Informationsveranstaltung zu den Evaluationen ein.

 

3.      Peerevaluation

Die Peers (externe, internationale ExpertInnen vom Fach) kommen zu einem dreitägigen Site-Visit. Sie haben sich vorab anhand des Selbstevaluationsberichts der Einrichtung sowie des Studierendenberichts informiert und erhalten die Gelegenheit, bei Bedarf weitere Unterlagen anzufordern. Vor Ort führen die Peers Gespräche u.a. mit Rektorat, Fakultäts- und Studienprogrammleitungen, ProfessorInnen, wissenschaftlichem Nachwuchs und Studierenden. Zum Ende des Site Visit geben die Peers eine erste mündliche Rückmeldung zu Ihren Eindrücken (Debriefing).

Etwa vier Wochen nach dem Vor-Ort-Besuch legen die Peers einen schriftlichen Evaluationsbericht vor. Die Fakultät bzw. das Zentrum nehmen zum Bericht Stellung. Diese Stellungnahme soll auch die Umsetzung von Ergebnissen der Evaluation vorbereiten. Der Evaluationsbericht der Peers ist nach Einlangen auch der Studierendenvertretung zuzusenden, diese kann ebenfalls eine Stellungnahme abgeben.

Peerbericht und Stellungnahme der Einrichtung werden nach Abschluss des Verfahrens, d.h. nach Unterzeichnung der Umsetzungsvereinbarung, in aggregierter Form veröffentlicht.

 

4.      Umsetzung

Auf Basis des Evaluationsberichts der Peers und der Stellungnahme der Einrichtung führen Rektorat und Fakultäts- bzw. Zentrumsleitung ein Umsetzungsgespräch. Aus der Evaluation abgeleitete Maßnahmen werden in einer Umsetzungsvereinbarung festgehalten. Das Monitoring erfolgt über die Zielvereinbarungen zwischen Rektorat und Fakultäts- bzw. Zentrumsleitung.

 

Vertraulichkeit und Datenschutz

Von Seiten der Besonderen Einrichtung für Qualitätssicherung wird während des gesamten Evaluationsprozesses ein vertraulicher Umgang mit Daten und Angaben der Einrichtung gewährleistet.

Kontakt

Mag. Dr. Michael Hofer

T: +43-1-4277-18010
michael.hofer@univie.ac.at